Mittwoch, 5. März 2014

Berliner Schnauze #2

Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch, 
Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, 
Baustellen und verstopfte Straßen, wo man geht und steht – 
aber mir tun alle Menschen leid, die nicht hier leben können!

- Anneliese Bödecker (*1932 - Trägeinr des Verdienstordens des Landes Berlin)

Dienstag, 4. März 2014

[Berlin-ABC] B, wie...

Bellevue  



Wer hat viel zu erzählen, nichts zu sagen und arbeitet in einem Schloss? Richtig! Der Bundespräsident. Zur Zeit: Joachim Gauck. Ok, er hat natürlich schon was zu sagen. Aber ja eben doch nicht wirklich und irgendwie auch nicht so richtig. Aber dass soll uns für den Moment eigentlich egal sein, weil um den deutschen Bundespräsidenten geht es heute gar nicht. Obwohl der ja auch mit B anfängt. Wir befassen uns mit seinem Amtssitz.
Dem Schloss Bellevue. Bellevue bedeutet sinngemäß 'schöne Aussicht'. Ob man die wirklich hat, kann ich leider nicht beurteilen. Ins Schloss rein durfte ich natürlich nicht. ;o)



Direkt vor dem Schloss ist ein schöner roter Feuermelder zu finden. Der sieht viel schöner aus, als seine "modernen" Geschwister:


Das Schloss Bellevue wurde in den Jahren 1785 - 1786 errichtet. Das ist ein Zeitfenster von gerade mal 2 Jahren. Wie haben die damals so schnell gebaut? *wunder* Den Auftrag dafür gab Ferdinand von Preußen.
Dieser nutzte es bis zu seinem Tod 1813 als königlichen Landsitz.
Im Ersten Weltkrieg musste Bellevue dann als Besprechungsort der Obersten Heeresleitung, der Regierung und den mit Deutschland alliierten Mächten, herhalten.
Nach dem Krieg stand es eine Weile leer. Danach diente es diversen Aufgaben: Museen, Mietwohnungen etc. Vieles hat es gesehen.
Ab 1957 diente Bellevue als Sitz des Bundespräsidenten. Damals noch als Zweit-Amtssitz, neben der Villa Hammerschmidt in Bonn.

Auf dem Dach weht meist die Standarte des Bundespräsidenten. Zu zwei Anlässen wird diese allerdings eingeholt:

  1. Wenn der Bundespräsident in einem anderen Land (zum Beispiel während eines Staatsbesuchs) eine offizielle Residenz errichtet und
  2. wenn der Präsident in seinem Bonner Amtssitz, der Villa Hammerschmidt, Termine wahrnimmt.
(Quelle: Wikipedia)

Das Schloss Bellevue befindet sich im Ortsteil Tiergarten, im Bezirk Mitte. Es liegt direkt an der Spree, am Nordrand des Großen Tierparks. Wunderbar zum Spazierengehen geeignet.  Unweit von hier sind die Siegessäule sowie das Regierungsviertel zu finden. Wer besonders gut zu Fuß ist, kann von hier sogar zum Alexanderplatz laufen. Laut Routenplaner braucht man für die rund 4,4 km 56 Minuten. (Quelle: Google Maps) Bei schönem Wetter sollte das doch machbar sein. ;o)

Damit verabschiede ich mich und freue mich auf das nächste Mal, wenn es dann heißt:
C, wie... Ich mach schon mal Diät.

In diesem Sinne:
Wunderbare Grüße aus


Dienstag, 25. Februar 2014

Nächtliche Störungen, Handwerker und ein Buddy Bär

Hallo ihr Lieben,

ich bin an nächtliche Störungen gewöhnt. Katzen, die der Meinung sind das mein Kissen jetzt ihnen gehört. Ein Mann, der merkwürdige nasale Geräusche von sich gibt. Kinder, die mitten in der Nacht mit Lichtschaltern und Türen klappern und scheppern. Ein Hund, der noch merkwürdigere nasale Geräusche macht. Ein Nachbar, der mitten in der Nacht auf seinem Balkon seinen ashtmatischen Raucherhusten zum Besten gibt.
Das alles nehme ich zwar wahr, aber es stört mich weiter nicht. Ich schlafe dann halt einfach weiter. Aber seit zwei Nächten, hat sich eine Störung mit eingeschmuggelt, die mich wirklich wahnsinnig macht. Sobald ich liege fängt meine Ferse schrecklich an zu jucken. Und es hilft nichts. Es ist wirklich grässlich, es nervt und ich kann dadurch natürlich nicht schlafen. Entsprechend angeditscht fühle ich mich dann am nächsten Tag. *gähn*
Und heute, bei wirklich schönem Sonnenschein, wo man eigentlich draußen sein möchte und endlich das B für das Berlin-ABC zu fotografieren habe ich krach- und dreckmachende Handwerker in meiner Küche *schimpf*.
Seit einer Stunde rumpelt, punmpelt, donnert, dröhnt, ratter und knattert es in meiner Küche und irgendwie ist kein Ende in Sicht.
Als "Entschädigung" habe ich euch aber einen Buddy-Bären mitgebracht.
Dieses wunderbar bunte Exemplar steht seit einiger Zeit vor dem Rathaus Lichtenberg:







In diesem Sinne
Wunderbare Grüße aus

Freitag, 7. Februar 2014

[Berlin-ABC] A, wie...

Alexanderplatz

Und damit sage ich: Hallo und Herzlich Willkommen zu meiner neuen Kategorie, dem


Bereits am Dienstag war ich, bei schönstem Sonnenschein, auf dem Alexanderplatz im Bezirk Mitte. Er ist fast rechteckig und nach dem russischen Zaren Alexander I benannt. Täglich besuchen über 360.000 Menschen den Platz. Das sind 10% der Berliner Bevölkerung. Damit ist er die meistbesuchtest Gegend Berlins und der viert belebtteste Platz in Europa.
Der Alex, wie der Einheimische sagt, ist vor besonders wegen dem Fernsehturm bekannt. Der Kenner, nennt ihn auch liebevoll Telespargel.
Der Fernsehturm steht allerdings nicht wirklich auf dem Alex, sondern auf einem namenlosen Grundstück. Aber wir sind heute mal nicht kleinlich ;o)

Ich mag perspektivische Spielerei

Der Fernsehturm ist 368 Meter hoch. Und wenn man direkt drunter steht, sieht das ganze dann so aus. Urgs... Schwindelanfall...

18mm Brennweite (Bildrauschen bitte ignorieren!)
Mit dieser Höhe ist er das höchste Gebäude in Deutschland. *angeb* Jaha... Berlin hält einige Superlative bereit.
Und ich kann euch sagen: Von da oben hat man eine wahnsinnig geniale Aussicht. Aber bitte, wenn ihr euch entscheidet da mal hoch zu fahren, achtet auf das Wetter! Ich war einmal bei Nebel oben, und man hat nichts, absolut gar nichts, gesehen. Die Fahrt hoch ist mit 12 € nicht gerade billig, aber aufjeden Fall lohnenswert. Der Turm dient aber nicht nur als Aussichtspunkt, sondern man kann in der Kuppel oben sogar im sich drehenden Restaurant essen. Das Ambiente ist wirklich der Hammer. Ich empfehle aber auf jeden Fall zu reservieren.
2006 wurde der Kugel anlässlich der Fußball-WM im hübschen Telekom-Fußball-Design gestaltet. War Geschmacksache, aber das ist dieses Bauwerk ja ohnehin. (Mir gefällt er optisch überhaupt nicht. Im Gegenteil. Ich finde ihn potthässlich)

Auf dem Ales kann man aber auch super shoppen, essen, trinken oder einfach den Tag genießen. Auch in die Kirche gehen ist kein Problem. Denn auch die Marienkirche findet sich hier. Sie wurde bereits 1292 das erstemal urkundlich erwähnt.



Ihr wollt eine Komplettansicht? Ja Mensch, dann fahrt halt nach Berlin und guckt sie euch an. *ätsch*

Ich habe sogar einen Buddy-Bären gefunden. :o)
Dieser hier steht vor der Spielbank Berlin:

Lasst und doch mal sehen, wie viele Buddy-Bären wir finden. Ein paar Standorte kenne ich noch. Ich werde sie aber nicht gezielt suchen. So haben wir ein langfristiges Ziel.

Ein beliebter Fotohintergrund ist auch die Urania-Weltzeituhr:

Toll, wie ich die Hälft oben Abschneide und es nicht mal mitbekomme...

Traurige Berühmtheit hat der Alexanderplatz leider auch erlangt. Zu einem durch den brutalen Mord an Jonny K.
Am 14. Oktober 2012 starb hier Jonny K. nach einer brutalen Prügelattacke. Mehrer alkoholisierte junge Menschen, schlugen und traten solange auf den 20-jährigen ein, dass Rettungsmaßnahmen keine Wirkung mehr zeigen konnten.


Ein weiterer denkwürdiger Vorfall ereignete sich am Neptun-Brunnen:



Am 28.6.2013 erschoss hier ein Polizist einen geistig verwirrten Mann in "Notwehr".
Ich weiß nicht, wie ihr zu dem Thema steht, aber für mich für mich ist das Mord. Ja, der Mann war mit einem Messer bewaffnet. Ja der Mann war geistig verwirrt und Ja, der Mann legte das Messer auch nach Aufforderung nicht weg. ABER: Warum schießt ein Polizist, der genau für solche Fälle ausgebildet wurde, gezielt auf die Brust? Hätte man nicht auf das Bein oder den Arm zielen können? Natürlich möchte ich niemals erfahren müssen, wie man sich fühlt, wenn ein offensichtlich verwirrter Mensch mit einem Messer auf einen zu kommt. Aber genau deswegen bin ich ja auch kein Polizist oder sonstiges geworden.

Den Neptun-Brunnen werde ich euch im Sommer bestimmt nochmal in Action zeigen. 

Im Großen und Ganzen kann euch den Alexanderplatz wirklich ans Herz legen. Ich als Einheimische meide dieses Touristen-Gedöns zwar ehr, aber als Berlin-Besucher lege ich euch diesen Platz auf jeden Fall ans Herz. Von hier erreicht ihr auch super viele weitere Sehenswürdigkeiten. Aber ich will nicht vorgreifen. ;o)

Verkehrsanbindung

Huch, nun ist es aber spät geworden. Ich habe jetzt wirklich über 2 Stunden an diesem Beitrag gesessen?! Eieiei und dafür ist er nicht mal sonderlich gut geworden. Ich hoffe ich konnte euch trotzdem einen kleinen Eindruck bieten. :o)

In diesem Sinne:
Wunderbare Grüße aus


Berliner Schnauze #1

Zu den Zierden Deutschlands gehören seine Städte. Unter ihnen ist Berlin weder die älteste noch die schönste. Unerreicht aber ist seine Lebendigkeit.

-Richard von Weizäcker (*1920, dt. Politiker)

Mittwoch, 5. Februar 2014

Ankündigungen: Agenda 2014

Hallo meine Lieben,

mit ein gaaanz kleines Bisschen Verspätung kündige nun an, welche Dinge für 2014 (und natürlich darüber hinaus) geplant sind.

Berlin-ABC: 
Das wichtigste zu erst. Ich möchte eine neue Kategorie einführen. Das


In dieser Kategorie möchte ich euch Plätze, Orte, Bauwerke und sonstige Dinge zeigen und vorstellen, die ich Besuchen beinahe uneingeschränkt empfehlen und nahelegen würde. Der Name verrät es natürlich schon: Das ganze in alphabetischer Reihenfolge. Ein erster Blick auf meine bisher erstellte Liste zeigt mir zwar, dass dieses Vorhaben auf jeden Fall umsetzbar ist, aber dennoch eine kleine Herausforderung darstellt, auf die ich mich allerdings schon der sehr freue.

Museen:
In Berlin gibt es über 175 Museen. Wow... ganz ehrlich: Das hätte ich so nicht gedacht. Mir war schon klar, dass es davon einige gibt, aber so viele? Ich selber gehe gern in ein Museum. Ich mag Museen. Deswegen habe ich beschlossen euch nach und nach die Berliner Museen zu zeigen und vorzustellen. Kann der Bildung ja nur gut tun.

Was geschah: 


Diese Kategorie hatte ich am Anfang des Blogs schon mal angefangen, aber leider dann nicht fortgeführt. Warum kann ich gar nicht mehr sagen. Ich weiß nur, dass es ein bisschen schade finde. Deswegen werde ich diese Kategorie wiederbeleben. :o) Ab nächste Woche werde ich euch dann wieder Sonntag Abend über das, was in der Woche in Berlin passiert ist, informieren.

Und wenn es mal länger dauert? 
Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass ich mit dem Blog keinerlei Werbeeinnahmen habe, oder irgendwelche Vergünstigungen bekomme. Ich bezahle alles komplett aus eigener Tasche. Jede Fahrt, jeden Eintritt.
Zeit bekomme ich leider auch nicht geschenkt. Deswegen möchte ich mich zwar herzlich dafür entschuldigen, wenn es mal längere Zeit nichts Neues hier zu sehen gibt, bitte aber auch um Verständnis. :o)

Bis dahin:
Wunderbare Grüße aus




Donnerstag, 23. Januar 2014

10 Dinge über mich

Hallo ihr Lieben,

ich habe gerade Langeweile aber für einen längeren Bericht mit Fotos und pipapo reicht gerade meine Zeit nicht. Deswegen dachte ich mir, ich erzähle euch heute mal etwas über mich. :o)

  1. Ich betrete nie bei Rot die Fahrbahn. Auch nicht wenn das bedeutet, dass ich meine Straßenbahn verpassen. 
  2. Ich distanziere mich mit jeder Faser meines Körpers von der Institution Kirche, aber ich liebe Kirchen als Gebäude
  3. Ich habe Angst vor Wunderkerzen.
  4. Ich habe die CDU nicht gewählt, weil ich persönlich der festen Überzeugung bin, dass Religion und Regierung streng getrennt gehören.
  5. Ich bin gegen die Todesstrafe.
  6. Ich habe am 2.4.2007 aufgehört zu rauchen.
  7. Ich rege mich über die Benzinpreise auf, obwohl ich gar kein Auto habe.
  8. Ich wohne im 1. OG und benutze trotzdem den Aufzug. 
  9. Ich trenne meinen Müll.
  10. Ich bin absolut launisch. Über was ich gestern noch gelacht habe, kann mich heute einfach nur nerven. 
Ein wenig Einblick in mein Leben.

In diesem Sinne:
Wunderbare Grüße aus

Dienstag, 21. Januar 2014

[Smalltalk] Sinn und Unsinn eines Rettungsplans

Hallo meine Lieben,

ihr kennt das doch bestimmt: Ihr lauft Tag für Tag an einem Hinweisschild, einer Zeichnung, einem Piktogramm etc. vorbei. Ihr erfasst seine Aussage aber ihr habt es euch nie so genau angesehen.
So erging es mir mit dem Flucht- und Rettungsplan der bei mir auf der Arbeit, sinniger Weise direkt an der Notausgangstür, hängt.
Wie man sich in einem Brand- oder Notfall zu verhalten hat, sollten wir alle, im Idealfall, schon in früher Kindheit gelernt haben und somit habe ich diesem Plan ehrlich gesagt bis letzte Woche kaum Beachtung geschenkt.


Auf den ersten Blick sieht alles ganz logisch aus. Aber dann habe ich, keine Ahnung warum eigentlich, mal angefangen genauer darüber nachzudenken und mein Kopfkino sprang an:
Es fängt an zu brennen. In einer Umgebung voller brennbarer Materialien, wie Vorhänge, Teppiche, Matratzen inklusive der dazu gehörigen Textilien, Handtücher und was Kitakinder sonst so über den Tag verteilt brauchen. Ich stehe als in dieser Umgebung und bewahre erstmal Ruhe! Klar. Dann schnappe ich mir das nächst beste Telefon (wahrscheinlich mein Handy, ähm Smartphon *räusper) und melde den Brand der Feuerwehr.
Das mit den Gefährdeten Personen kann ich überspringen, weil, wenn ich mit Arbeit anfange, sind alle anderen schon raus. Ich bringe mich dann in Sicherheit und sammle (?.?) mich auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Die Hütte brennt inzwischen wahrscheinlich lichterloh. UND DANN erst unternehme ich einen Löschversuch? Mit einem Feuerlöscher? Von der gegenüberliegenden Straßenseit? What the ...?
Ich hoffe es nimmt mir keiner übel, dass ich das ehr lassen würde.  Entweder ich unternehme zuerst den Löschversuch und wenn es keinen Sinn hat informiere ich draußen, von der gegenüberliegenden Straßenseite, die Feuerwehr oder tja...ich wäre Feuer und Flamme. Auf jeden Fall ist dieses Schild keine Glanzleistung. In meinen bescheidenen nicht studierten Augen.
Kennt ihr solche Fälle? Habt ihr solche bescheidenen Hinweisschilder irgendwo zu hängen?

In diesem Sinne 
feuerfreie Grüße aus


Samstag, 11. Januar 2014

Pfützengewusel

Hallo meine Lieben,

zuerst möchte ich mich herzlich bei meinen treuen Lesern entschuldigen. Es ist lange Zeit nichts passiert. Aber private Umstände (Krankheit, Faulheit, Urlaub) haben diesen Blog leider in die Winterruhe versetzt. *schäm*
Mit diesem schönen Regenwetter-Foto möchte ich diese nun beenden. Oftmals entdeckt man in einer Pfütze wirklich schöne Motive, die einem sonst total schnöde vorkommen, oder die man gar nicht erst wahrnimmt.


Mir hat diese Perspektive jedenfalls sehr gut gefallen. Dazu kam, dass diese Pfütze für berliner Verhältnise ziemlich sauber war. :o) Keine Kippen, kein Laub, einfach nur Wasser auf Stein und dadurch der perfekte "Spiegel".

Dieses Foto findet ihr auch bei Instagram

In diesem Sinne:
Wunderbare Grüße aus

Freitag, 6. Dezember 2013

[Lichtenberg] Zentralfriedhof Friechrichsfelde

Hallo ihr Lieben,

lange lange ist es her. Das Wetter wird nun immer ungemütlicher, das Licht schlechter. Daher sind längere Ausflüge und vernünftige Fotos inzwischen ziemlich schwer zu realisieren.
Im Übrigen tobt um mich herum, während ich das hier schreibe, gerade der schönste Schneesturm *yay*. Hab ich schon mal erwähnt, dass ich Schnee liebe? Hach!
Aber lassen wir das Vorgeplänkel.
Ich war auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde!



Und warum war ich da? Das hat mehrere Gründe. Zu einem ist es eben ein Friedhof und die eigenen sich immer sehr gut für ruhige und nachdenkliche Spaziergänge. Wenn man sonst täglich dem Lärm und Stress der Großstadt ausgeliefert ist, bietet das einen wunderbaren Gegensatz.
Und zum andern ist der Zentralfriedhof sehr geschichtsträchtig. Hier haben einige bedeutende Persönlichkeiten ihre letzte Ruhe gefunden und es gibt ein paar bedeutende Denkmäler.
Das wichtigste ist da die Gedänkstätte der Sozialisten:



"Ruhm und Ehre den unsterblichen Kämpfern für den Sozialismus"
Zwei der bekanntesten sind dabei wohl Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.




Jedes Jahr im Januar findet daher zum Gedenken an die Ermordung am 15. Januar 1919, eine Demonstration statt, die ihr Ziel hier an dieser Gedenkstätte findet.

Gegenüber finden wir eine Gedenktafel für die Opfer des Stalinismus:



Was ich persönlich sehr zu schätzen weiß ist, dass der Zentralfriedhof Friedrichsfelde über einen ordentlich ausgeschilderten Rundgang verfügt:


Ich weiß gar nicht so genau warum, aber ich mag das wirklich sehr gern, wenn ich irgendwo spazieren gehe und das in einem schönen Rundgang machen kann. So stell ich für mich persönlich wohl einfach sicher, wirklich alles wichtige gesehen zu haben.
Auf diesem Rundgang springen einem wirklich an jeder Ecke einfach schöne Impressionen an. Und das nicht nur auf den regulären Gräbern. Die ich hier, aus Respekt und Diskretion selbstverständlich nicht abgelichtet habe.



Gänsehaut - Ein wirklich schöner Gedanke!


Für mich persönlich hat dieser Spaziergang etwas sehr tröstliches gehabt. Zwar wird man hier natürlich pausenlos an seine Vergänglichkeit erinnert, aber sich darüber in einer so friedlichen Umgebung bewusst zu werden, die nicht von Alter und Krankheit gezeichnet ist, wie z.B. ein Krankenhaus oder Altersheim, ist ein viel ruhigeres Gefühl.

Wer mal etwas Zeit übrig hat, dem empfehle ich auf jeden Fall einen Spaziergang auf dem Zentralfriedhof. Nehmt euch doch auch ein wenig Zeit und gedenkt einigen Minuten den tapferen und mutigen Männern und Frauen, die ihr Leben im Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit gelassen haben.

Der Zentralfriedhof Friedrichsfelde befindet sich im gleichnamigen Ortsteil Friedrichsfelde im Bezirk Lichtenberg.
Adresse:
Gudrunstraße 20
10365 Berlin

Öffnungszeiten:
Februar bis November ab 7.30 Uhr
Dezember bis Januar ab 8.00 Uhr
jeweils bis zur Dämmerung  

Größe: 281.506 qm


In diesem Sinne 
wunderbar besinnliche Grüße aus

Dienstag, 19. November 2013

Hase goes Instagram

Hallo meine Lieben,

nach anfänglichem Zögern, habe ich mich nun endlich getraut und mich mit meinem
Instagram-Account bekannt gemacht.

http://instagram.com/hasehatschi
Klick drauf und besuche mich bei Instagrm

Dort werdet ihr ab sofort meine Eindrücke der Stadt sehen, die ich sonst eigentlich nicht auf dem Blog haben möchte.
Ich würde mich freuen, wenn ihr mal vorbei schaut. Dort dürft ihr kommentieren, bewerten oder einfach nur gucken.
Viel ist natürlich noch nicht los. Aber ich werde mir die allergrößte Mühe geben, euch in der nächsten Zeit ganz viele tolle Fotos bereit zustellen. :o)

Also dann, bis dann und 
wunderbare Grüße aus

Sonntag, 17. November 2013

[Steglitz] Der Botanische Garten

Halli hallo meine Lieben,
ich habe es geschafft: ich war im Botanischen Garten. Unglaublich aber wahr. Nachdem wochenlang die Zeit oder das Wetter, und an vielen Tagen sogar beides, nicht mitgespielt habe, wurde mein Vorhaben am Dienstag endlich wahr.

Der Botanische Garten liegt im Ortsteil Lichterfelde im Bezirk Steglitz und damit sehr westlich und sehr südlich. Mit 43 Hektar und 22.000 verschiedenen Pflanzenarten ist er der der größte botanische Garten in Deutschland.
Im Garten befindet sich auch das botanische Museum. (Dort war ich allerdings aus Zeitgründen nicht drin)
(Quelle: Wikipedia)

Direkt am Eingang erwartet uns eine, wie ich finde, sehr schöne Weisheit:

Sorry, die Sonne schien ganz ungünstig drauf

Der Botanische Garten wurde 1996 in die Freie Universität eingegliedert, und ist seit dem eine Fakultätunabhängige Zentraleinrichtung.

Eingang "Unter den Eichen"
Vom Eingang "Unter den Eichen" blickt man auf dieses schöne Gebäude:


Früher als Wohneinrichtung für die Gärtner genutzt, beherbergt es heute die Verwaltung.


Mein persönliches Highlight sind die Schaugewächshäuser. Ich hatte natürlich das wahnsinnige Glück, genau dann aufzukreuzen, während dort Bauarbeiten im Gange sind. Jackpot *grml* Rein gehen kann man zwar trotzdem. Allerdings ist das Viktoria-Haus gesperrt. Somit kann man eben die berühmten Viktoria-Seerosen, die wirklich gigantisch sind, nicht betrachten, und es existiert kein gescheitert Rundgang. Was bedeutet, dass man für die zweite Hälfte komplett durch die erste Hälfte zurück latschen muss. Außerdem bedeutet das schwere Einschränkungen für Rollstuhlfahrer.




Wenn man in diese Gewächshäuser rein rennt, sollte man entweder ein vernünftiges Tuch bei haben oder 5 Minuten mit dem Fotografieren warten, sonst erhält man nämlich solche Bilder:


Hier wäre der Rundgang. Normaler Weise beginnt man im Viktoriahaus. Der Eingang wurde aber wegen der Bauarbeiten zum Großen Tropenhaus verlegt.


Das "Groß" in Großes Tropenhaus bedeutet hier übrigens nicht nur "groß", sondern auch "hoch". Wir reden hier von einer Fläche von ca. 60x30 m und einer Höhe von 25 Metern. Inzwischen ist das Tropenhaus über 100 Jahre alt, aber immer noch eine der größten Stahl-Glas-Konstruktionen der Welt.

Im Großen Tropenhaus


Leider hinter eine Glaswand gesperrt mein ganz persönlicher Besucherschatz: Die Fleischfressenden Pflanzen *schmelz*

Ich finde diese Pflanzengattung einfach nur faszinierend.

Lustig finde ich die als Stein getarnten Lautsprecher. :D Solche Dinge sind ganz nach meinem Geschmack



Aber bitte, schaut es euch einfach selber an. Ich könnte euch hier natürlich 100 Fotos zeigen und keines könnte auch nur ansatzweise das aufführen, was man in natura zu sehen bekommt und empfindet, wenn man mit dem nötigen Respekt durch diese Gewächshäuser läuft. Man sollte dafür dann auch so 1,5 - 2 Stunden einplanen.

Ein sehr schöne Idee ist der "Jahreszeitenpfad", der einen durch die schönsten Seiten des Herbstes führt. ich war dafür leider schon ein wenig zu spät dort. :o( Aber für nächstes Jahr habe ich es mir vorgenommen. Den Jahreszeitenpfad gibt es aber auch für die anderen 3 Jahreszeiten.


Und nun noch ein paar Impressionen:

-Blick auf den italienischen Garten:


- Nicht nur Pflanzen, sondern auch der Abfall bekommen hier lateinische Namen *g*:


- Ein Denkmal:


- Das hier sind nicht etwa Steine,


Sondern Atemwurzeln:


- Der japanische Pavillon:


- Und wer es steinig mag, für den ist natürlich aus was dabei:


Mir persönlich gefällt es im Botanischen Garten sehr gut. Er eignet sich wirklich für einen schönen Spaziergang. Was mir persönlich fehlt ist, ist ein ordentlicher Rundgang. Für 1,50 € kann man an der Kasse aber einen ausführlichen Gartenplan erwerben.
Der Eintritt kostet 6 € normal und 3,5 € ermäßigt.
Der Botanische Garten ist täglich geöffnet. Öffnungszeiten
Für Natur- und Pflanzenliebhaber empfinde ich die Anlage schon fast als Muss.

In diesem Sinne:
Wunderbar blumige Grüße aus

Literaturcommunity und Bücherforum BuecherTreff.de